Aktuelles aus dem Projekt

 

 

 

Die Berliner Wirtschaft finanziert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. BRÜCKENBAUER wurde in der ersten Förderperiode aus einer Vielzahl eingereichter Projektideen als eines der wirtschaftsgeförderten Bildungsprojekte ausgewählt.


Aktuelles aus dem Projekt "Brückenbauer"

Mit dem Start ins neue Schuljahr 2018/ 19 geht auch das Projekt „Brückenbauer“ in sein drittes Jahr an der Herrmann-von-Helmholtz-Schule, Integrierte Sekundarschule mit Grundstufe, in Berlin-Neukölln. Seitdem ist einiges passiert und die beiden „Brückenbauer“, Jens Priesen, Koordinator Übergangsbegleitung Schule und Beruf, und Maren Hoffmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltigkeit, sind nun mitten in der Projektumsetzung. Sie beraten, coachen, organisieren, koordinieren und entwickeln. Alles mit dem Ziel einer bestmöglichen Unterstützung der Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Schule in den Beruf.

 

Das Projekt Brückenbauer hat seinen bisherigen Handlungsbereich erweitert und sich in den fachlichen Austausch mit weiteren Berliner Schulen begeben. Seitdem diskutieren wir mit anderen Akteuren der Berufsorientierung über die aktuellen Herausforderungen des Übergangmanagements Schule und Beruf und beraten Schulen u.a. bei der Umsetzung des BSO-Landeskonzepts. Ziel ist es, auf Grundlage der fachlichen Expertise des Projekts „Brückenbauer“, Schulen bei der Umsetzung berufsorientierender Maßnahmen und der Entwicklung einer prozessorientierten Gesamtstruktur Übergang Schule-Beruf zu unterstützen. Als Referenzen gelten die verhältnismäßig hohen Vermittlungszahlen an der Hermann-von-Helmholtz-Schule in die duale Ausbildung bzw. adäquate Anschlusslösungen sowie die Entwicklung, Etablierung und Dokumentation der schulinternen Prozesse zum Thema DUALES LERNEN/ Berufsorientierung in Form eines „Best Practice“ Handbuchs.

Fortführend werden im Rahmen einer Workshop-Reihe „Erfolgreiche Berufsorientierung - Wie geht das?“ der Wissenstransfer und die Schaffung von Synergieeffekten im Übergang Schule-Beruf nachhaltig gefördert, um langfristig eine zielgerichtete Vermittlung von Schülerinnen und Schülern in die Arbeitswelt zu gewährleisten.

 

Get in contact II – Wie gelingen erfolgreiche Kooperationen zwischen Schulen und Bildungsprojekten?

Bildungsprojekte bieten im Bereich Berufsorientierung eine Vielfalt spannender und innovativer Angebote. Insbesondere an Schulen spielen sie bei der Umsetzung des Berliner Landeskonzepts für Berufs- und Studienorientierung eine tragende Rolle. Inwieweit Schulen erfolgreiche Kooperationen mit Bildungsprojekten akquirieren und diese zielorientiert gestalten können – das stand im Fokus der dritten Veranstaltung der Brückenbauer-Workshop-Reihe „Erfolgreiche Berufsorientierung an Schulen – wie geht das?“ für Berliner Schulen am vergangenen Freitag, den 12. Oktober 2018, im Centre-Monbijou in Berlin-Mitte.

Eingeladen waren vier spannende Projekte: Der Veedu-Azubiknigge, die Berliner Berufsrouten, INTENSE/ Stiftung Planetarium Berlin und P3-Teachcom Edutainment. Die Referent*innen stellten ihre Projekte vor und beantworteten Fragen zu Inhalten, Zielgruppen, zeitlichen Umfang und Voraussetzungen bzw. Teilnahmebedingungen. Nach der Mittagspause erarbeiteten die teilnehmenden Schulen die Stärken und Schwächen bestehender Kooperationen mit Bildungsprojekten heraus und diskutierten ihre Ergebnisse in großer Runde. Das Projekt Brückenbauer stand dabei stets beratend zur Seite. Eine spannende Veranstaltung mit viel fachlichen Austausch und Wissenstransfer.

 

Doch auch die Tätigkeit von Projekt Brückenbauer an der Hermann-von-Helmholtz-Schule setzt sich weiter fort und unterteilt sich in folgende Themenbereiche:

Brückenbauer begleitet

Kurz nach Beginn des neuen Schuljahres ging es gleich schon wieder los: Die ersten Schüler und Schülerinnen des 9. und 10. Jahrgangs besuchten Jens Priesen in seiner Sprechstunde, um sich wegen ihrer anstehenden dreiwöchigen bzw. zweiwöchigen Betriebspraktika im November/ Dezember 2018 beraten zu lassen. Einige wussten noch nicht so recht, wohin sie wollten, andere benötigten nur kleine Hilfestellungen bei der Praktikumsplatzsuche oder bei der Erstellung ihrer Bewerbungsmappe. Jens Priesen nimmt sich dabei für jeden Jugendlichen genügend Zeit. Er hört zu, fragt nach und berät…immer mit dem Ziel, möglichst passgenau zu vermitteln. Und das mit Erfolg: Mit ca. 96 Prozent Vermittlung ins Praktikum kann sich die Herrmann von Helmholtz-Schule in puncto Berufsorientierung sehen lassen. Auch mit ca. 30 Prozent Vermittlung in die betriebliche und schulische Ausbildung liegt die Schule weit über dem Berliner Durchschnitt.

Ab Januar kommen die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs erneut zu Jens Priesen. Ihre Schulzeit endet im Sommer, und so geht es dann um ihre berufliche Anschlussperspektive. In Einzelcoaching-Terminen motiviert und coacht Jens Priesen die Schülerinnen und Schüler individuell für den Übergang in die duale Ausbildung oder gymnasiale Oberstufe und unterstützt sie bei der selbstständigen Berufswahl und Entscheidungsfindung.

Ergänzend steht das Team "Brückenbauer" in gutem Kontakt mit den kooperierenden Ausbildungsunternehmen, vermittelt Praktika und Ausbildungsplätze und erhält Rückmeldungen sowie Erfahrungsberichte. Zudem pflegt es den direkten Austausch mit der Schulleitung, den Lehrkräften und anderen Akteuren der Berufsorientierung (Berufseinstiegsbegleitung, Oberstufen-Beratung und Berufsberater der Agentur für Arbeit) an der Herrmann-von-Helmholtz-Schule. Es informiert die Schule über externe Angebote der Berufsorientierung und koordiniert Betriebsexkursionen.

Brückenbauer fragt nach

Ein wesentlicher Fokus des Projekts liegt auf dem richtigen „Matching“. Nur wenn die Kompetenzen der einzelnen Schülerinnen und Schüler mit den Anforderungen der Ausbildungsunternehmen direkt abgeglichen werden, kann eine möglichst „passgenaue“ Vermittlung in den Arbeitsmarkt gelingen und gleichzeitig die hohe Ausbildungsabbruchquote verringert werden. Dazu entwickelt das Team „Brückenbauer“ Instrumente zur Förderung einer adäquaten Vermittlung, wie z. B. durch die Erstellung von Anforderungsprofilen zu den verschiedenen Ausbildungsberufen, um diese mit den Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler abzugleichen. Hier arbeitet das Team „Brückenbauer“ eng mit der Schule und den Unternehmen zusammen.

Für eine nachhaltige Qualitätsverbesserung im Bereich „Berufsorientierung“ erarbeitete das Team „Brückenbauer“ mit der Schule ein Prozesshandbuch „Übergang Schule und Beruf“. Dabei wurden die verschiedenen Angebote der Berufsorientierung an der Hermann-von-Helmholtz-Schule evaluiert und neu strukturiert. Prozessbeschreibungen, Verfahrensanweisungen und Formblätter liegen seit Anfang des Schuljahres 2017/18 für alle Akteure der Berufsorientierung im schulinternen Intranet transparent zur Verfügung. Das Handbuch wird regelmäßig überprüft und aktualisiert.

Brückenbauer on Tour

Jedes Schuljahr begleiten die „Brückenbauer“ Schülerinnen und Schüler der Hermann-von-Helmholtz-Schule zu verschiedenen Veranstaltungen der Berufsfeld- und Betriebserkundungen und organisieren verschiedene Angebote zur Berufsorientierung:

Wie spannend und innovativ Berufsorientierung sein kann, dass erfuhren die Schülerinnen und Schüler der Hermann-von-Helmholtz-Schule gleich zu Beginn des neuen Schuljahres 2018/19 bei den Berliner Berufsrouten unddem Azubi-Knigge. Bei den Berliner Berufsrouten wurden sie mit Tablets ausgestattet und los ging die Berufe Challenge rund um den Alexanderplatz. Über den Azubiknigge erhielten die Schülerinnen und Schüler Online-Tipps zu Themen wie das Bewerbungsschreiben oder das Vorstellungsgespräch.

   

   

Neu in diesem Schuljahr war zudem, dass die halbjährig stattfindenden Elternsprechtage mit Infopoints zum Thema Ausbildung ergänzt wurden. Gemeinsam mit dem Berufsberater der Jugendberufsagentur Neukölln und der Berufseinstiegbegleitung vom TÜV Rheinland bot das AWO Projekt Brückenbauer den ganzen Tag Beratungen und Gespräche im Hinblick auf die Berufsorientierung und Lebensplanung an. Zudem informierten die Kooperationsunternehmen ABB - Ausbildungszentrum Berlin gGmbH, BSR- Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Sanitätshaus Koch, PST Grundbau und NNB Neuköllner Netzwerk Berufshilfe e.V. direkt vor Ort ausführlich über Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten. Ein interessanter Tag mit viel Austausch. Neben vielen Eindrücken und Impulsen – fanden Schülerinnen und Schüler den direkten Weg ins Praktikum oder in die Ausbildung.

Auch der seit Anfang 2019 angebotene Elternstammtisch „Berufsorientierung“ im Kiez erfreut sich wachsender Beliebtheit. Jeden Monat lädt das Projekt Brückenbauer ins Café „DIYAR SIMIT EVI“ im Wutzky-Einkaufszentrum Gropiusstadt, um in gemütlicher Runde alle Fragen zu Berufs- und Anschlussorientierung, zum Praktikum und der dualen Ausbildung zu beantworten und sich darüber vertieft auszutauschen. Eine Begegnung auf Augenhöhe.

 

Im Schuljahr 2018/19 gab es eine Menge spannender externe Angebote rund um das Thema Berufsorientierung, welche das Projekt Brückenbauer koordinierte und teilweise auch mit organisierte:

Während sich die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs und der Willkommensklasse der Hermann-von-Helmholtz-Schule im Dezember 2018 bei „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft"! im Vollgutlager in der Alten Kindl Brauerei in der Neuköllner Rollbergstraße mit ihren eigenen Stärken auseinandersetzten, begleitete das Projekt Brückenbauer Schülerinnen und Schüler des 8. und 9. Jahrgangs im Januar und Mai 2019 zum ABB Ausbildungszentrum Berlin gGmbH und zur Siemens AG, um den M+E-InfoTruck, welcher erlebnisorientiert über die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufsbilder in der Metall- und Elektro-Industrie informiert, zu besuchen. Und auch der Girls Day und der Boys Day sowie der Baustellentag von der Frisch und Faust Tiefbau GmbH boten dieses Schuljahr wieder spannende Einblicke in die Berufe-Praxis. Schließlich ging es am 27. Mai 2019 mit allen Schülerinnen und Schülern der 8., 9. und 10. Klassen noch zu #seiDUAL- Das Event der Berliner Ausbildungsinitiative in die ufa-Fabrik Berlin.

Ein eindrucksvolles Schuljahr mit vielen Impulsen und spannenden Einblicken und Begegnungen – wichtige Bausteine bei der Entwicklung der eigenen beruflichen Perspektive!