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Erziehungs- und Familienberatung

Erziehungs- und Familienberatung richtet sich an alle Familien und Familienmitglieder, die einen Wunsch nach Verbesserung ihrer Beziehungs- und Erziehungsgestaltung haben. Häufig bestehen Probleme mit dem Kind, zwischen den Eltern auf der Paarebene oder in den verschiedenen Elternrollen, zwischen den Eltern nach einer belastenden Trennung. Die Beratungen konzentrieren sich dementsprechend auf die Bedürfnisse und Interaktionen des Kindes, der Eltern untereinander auf der Paarebene oder Elternschaft oder auf Umgangsvereinbarungen.  

 

Wir sind ein multiprofessionelles Team aus Psychologen/-innen, Sozialpädagogen/-innen, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten/-innen mit familientherapeutischem, tiefenpsychologischem oder verhaltenstherapeutischem Hintergrund.   Wir beraten in den Sprachen Arabisch, Aserbaidschanisch, Englisch, Farsi, Serbokroatisch, Türkisch, Ungarisch, Deutsch. Unsere Berater*innen verfügen selbst über Migrationserfahrung.

 

Das Angebot der Erziehungsberatung dient der Klärung und Bewältigung von Schwierigkeiten in der Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Dabei kann es sich bei den jungen Menschen z.B. um Kontakt- und Schulprobleme, völlige Leistungsverweigerung, Drogenmissbrauch oder kriminelles Verhalten handeln. Eltern fühlen sich dann oft durch diese Auffälligkeiten ihrer Kinder oder Jugendlichen überfordert, was zusätzlich zu großen Spannungen und Auseinandersetzungen innerhalb der Familie führt. Vor allem Alleinerziehende stehen da besonders unter Druck.

Wir wollen dabei helfen, neue Orientierungen und Lösungswege zu finden, um persönliche Schwierigkeiten eigenverantwortlich zu lösen. Wir möchten Selbsthilfepotentiale und familiäre Ressourcen mobilisieren.

Ziele in der Arbeit mit Alleinerziehenden oder Elternpaaren, die mit Erziehungsproblemen und/oder Überforderungssyndromen kommen, könnten u.a. sein:

  • Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung
  • Entwicklung von mehr Sicherheit in der Elternrolle
  • Förderung eines wechselseitig verbesserten Verständnisses füreinander
  • Stabilisierung der gesamten Familie.

Wer meldet sich?

Es sind Ratsuchende, die von sich aus kommen oder auf Empfehlung von Eltern, Ärzten, Schulen, Kindergarten oder Hort, der Telefonseelsorge, der Krisenambulanz oder anderen stationären Einrichtungen.

Zur Kinder- oder Jugendlichenpsychotherapie werden angemeldet oder melden sich selbst an:

  • jene Gruppe der Kinder, die mit Schwierigkeiten in der Schule, zu Hause, mit Gleichaltrigen, körperlicher Symptomatik etc. vorgestellt werden;
  • die 15-20jährigen mit Schwierigkeiten beim Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein, mit Störungen, die bereits oft in der Kindheit vorhanden waren und im Jugendlichenalter deutlicher werden;
  • die 19/20-26jährigen mit Fragen von Ablösung, Auszug von zu Hause, Orientierungslosigkeit bei Berufsfragen, Beziehungsproblemen etc.

Ziele der therapeutischen Arbeit sind u.a.:

  • fokussierte Bearbeitung der akuten Konfliktlage unter Einbeziehung aller Aspekte des Konfliktfeldes,
  • stützende therapeutische Maßnahmen zur Stabilisierung,
  • größeres Bewusstsein über eigene Gefühle, Affekte, Phantasien, Handlungsimpulse etc.,
  • Erkennen und verbessern bisheriger Umgangsformen der Konfliktbewältigung,
  • größeres Verstehen der eigenen Situation durch vertieftes Verständnis der eigenen Lebensgeschichte,
  • neue Erfahrungen mit adäquaterem Erleben, Denken und Handeln,
  • Aktivierung von Ressourcen, ggfs. Hilfe bei der Weitervermittlung in eine psychotherapeutische Praxis oder andere Einrichtung.

Die Familie ist ein sehr komplexes System, in dem Menschen verschiedenen Geschlechts und verschiedener Generationen eng zusammenleben. Alle Familienmitglieder befinden sich in einem ständigen Veränderungsprozeß, beeinflussen sich gegenseitig, jeder ist durch die Schwierigkeiten eines Einzelnen betroffen, kann also auch zur Lösung eines Problems beitragen.

Da setzt die Familientherapie an, es geht weniger um den Einzelnen, sondern um den Kontakt, die Kommunikation aller Familienmitglieder untereinander.

Wer kommt zur Familientherapie?

  • Groß- und Kleinfamilien oder auch Ein-Elternfamilien,
  • Stief- und Pflegefamilien,
  • Lebens- und Wohngemeinschaften,
  • Paare, auch gleichgeschlechtliche.

Mögliche Themen in der Familientherapie:

  • Konflikte zwischen Kindern und Eltern, mit den Herkunftsfamilien…,
  • Erziehungsschwierigkeiten, Überforderungsgefühle, vielleicht verbunden mit Depressionen oder Ängsten, Kopfschmerzen, Magenproblemen, Schlafstörungen…,
  • Lern- und Leistungsstörungen…,
  • Einnässen, Eßstörungen, Sucht, Selbstverletzung, Selbstmordgedanken…,
  • Rückzug, Verwahrlosung, Kriminalität…..

In der therapeutischen Sitzung kann jedes Familienmitglied aus seiner Sicht zur Lösung der Probleme beitragen, auch die Kleinsten. Die Gegenwart eines neutralen und schützenden Therapeuten hilft den Familienmitgliedern oft, Gefühle direkt zu äußern oder auch über Tabuthemen zu sprechen. Häufig hat schon das offene Gespräch eine heilsame Wirkung.

  • Du verstehst mich nicht.
  • Meine Frau redet nicht mit mir.
  • Mein Mann ist sehr eifersüchtig.
  • Meine Frau kümmert sich nur noch um die Kinder.
  • Mein Mann hat keine Lust auf Zärtlichkeit und Sex …

So oder ähnlich sind oft die ersten Worte bei einer Anmeldung zur Partner- oder Paarberatung.

Jedes Paar durchläuft in seiner Geschichte, beginnend mit liebevoller Neugierde, auch Phasen von Unverständnis, Streit, Ärger, Wut und Aggressionen. Das gehört nicht nur in Krisenzeiten (wie Umzug, Krankheit, Arbeitslosigkeit) zum durchaus „normalen“ Verlauf. Fast jede Partnerschaft ist durch besondere persönliche und gesellschaftliche Erwartungen Krisen unterworfen, für die wir Menschen oft nicht das nötige „Werkzeug“ bereit haben. Hier versuchen wir in regelmäßigen Beratungsgesprächen klärend, unterstützend sowie bei der Entwicklung neuer Formen des Umganges miteinander zu vermitteln.

Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil oft die Kinder in besonderer Weise die Leidtragenden solcher partnerschaftlichen Konflikte der Eltern sind. Viele Kinder oder Jugendliche reagieren hier mit s.g. „Auffälligkeiten“, wie z.B. Einnässen, Schlafstörungen, Schulversagen, Aggressionen, sozialem Rückzug oder auch Weglaufen von Zuhause. Hilfe für Eltern bei deren Partnerschafts- bzw. Ehekonflikten zielt deshalb immer auch darauf, die Situation für die betroffenen Kinder und Jugendlichen zu verbessern.

Ab Mitte August 2021:
„Kinder im Trennungsprozess“
Gruppenangebot für Kinder aus Familien getrennter Eltern,
Alter: 7-9 J. 
Ansprechpartner*innen: Frau Ehrlichmann


Ab Montag, 23.08.21:

„Starke Eltern – starke Kinder“
Gruppenangebot für Eltern, die sich gerne unter Anleitung mit anderen Eltern über Erziehung austauschen möchten
Uhrzeit: 16:30 – 18:30 Uhr, ohne Kinderbetreuung
Ansprechpartnerinnen: Frau Pally, Frau Lenz

Ab Donnerstag, 04.11.2021:
„Kinder im Blick“
Uhrzeit: 09:00 – 12:30 Uhr
Ort: Kinderwelt am Feld, Oderstr. 174, 12051 Berlin
Termine: 04.11.21, 11.11.21, 02.12.21, 09.12.21, 13.01.22, 20.01.22

Ansprechpartnerin:

Claudia Lenz

Werbellinstraße 69
12053 Berlin
Tel.: 030 821 99 45
Fax: 030 822 10 34
Mail: familienberatung@awo-suedost.de

Öffnungszeiten:

Telefonisch oder persönlich
Montag: 09:00 – 15:00 Uhr
Dienstag und Mittwoch: 09:00 – 16:00 Uhr
Donnerstag: 09:00 – 15:30 Uhr
Freitag: 09:00 – 13:30 Uhr

 

Termine können nach Vereinbarung stattfinden oder in der Offenen Sprechstunde, dienstags 10:30 – 12:00 Uhr, zu der ohne Anmeldung ein Gespräch erfolgen kann.

 

Während der Corona-Zeit bitten wir hier um vorherige Anmeldung zur offenen Sprechstunde.

 

 

Quelle: https://www.google.de/maps

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Bus Linien 104,167, 344 oder

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Foto: AdobeStock_282163930_©sewcream _hands holding paper family cutout

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